„lokal vernetzen – demokratisch handeln“

Demokratie und Menschenrechte sind Aufgabe, keine Selbstverständlichkeit

Unter dieser Überschrift fördern die LAGO und die Landeszentrale für politische Bildung zusammen mit dem Landesnetzwerk lokale Projekte. Die Anlaufstelle bei der LAGO berät die Projekte bei der Antragstellung und Durchführung.

Neue Förderphase „lokal vernetzen – demokratisch handeln“

Das Programm fördert Initiativen, Bündnisse, Organisationen die vor Ort handeln, damit die Abwertung von Menschen keinen Platz in der Gesellschaft haben.

Das neue Format „klein aber fein“ legt den Fokus auf die Unterstützung von eher kleinen Initiativen, die Prozesse vor Ort anstoßen oder weiterentwickeln möchten. Hierfür bietet das Programm die Möglichkeit neben Aktionen auch Vernetzungsaktivitäten, Qualifizierung und Beratung als Projektbausteine mit einzubeziehen.

Die Laufzeit des Programms ist vom 1. August 2017 bis 15. Dezember 2017. Die maximale Fördersumme ist 2.500 Euro

Wenn Sie Fragen zum Förderprogramm oder der Antragstellung haben, können Sie sich an die Anlauf- und Vernetzungsstelle gegen Rassismus,
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus wenden: vernetzung@lago-bw.de; 0711- 896915-19

 

Das Förderprogramm wird von der LAGO in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt.
Es findet im Rahmen des Landesprogramms „Demokratie stärken!“ der LpB statt.

Das Förderprogramm

Gefördert werden Projekte...
  • von Initiativen und Organisationen, die handeln, damit die Abwertung Anderer durch menschenverachtende Einstellungen wie z.B. Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus oder Homophobie keinen Platz in der Gesellschaft haben: Selbstverständlich sind Demokratie und Menschenrechte Aufgaben, die jeden einzelnen Menschen angehen.
  • von Initiativen und Organisationen, die sich mit Partnern aus Zivilgesellschaft, Kommune und staatlichen Akteuren vernetzen: Selbstverständlich ist Demokratie eine Aufgabe, die uns verbindet.
Rahmen der Projektförderung
  • Es können sich Organisationen bewerben, die mit mindestens einer anderen Organisation, Initiative, Netzwerk lokal zusammenarbeiten oder Interesse an lokaler Vernetzung haben.
  • Es können sich Projekte bewerben, die im Zeitraum von 1.08.2017 bis 15.12.2017 stattfinden.
  • Die Höchstfördersumme beträgt 2.500 € pro Projekt.
  • Die geförderten Projektstandorte erhalten eine externe Prozessberatung.
  • Die Projekte benötigen keine Kofinanzierung.
  • Es werden Sachkosten und Honorare gefördert. Personalkosten nur in begründeten Fällen.
  • Nicht gefördert werden: einmalige Anschaffungen und einmalige Aktionen sowie reine Baukostenzuschüsse.

Aktuelle Förderphase

Im Förderzeitraum Juli bis August 2017 können sowohl Projekte weitergeführt werden, als auch kleinere Projekte neue Impulse in ihrem Gemeinwesen setzen. Insgesamt haben es 16 Projekte in das Förderprogramm geschafft, welche in Kürze auf dieser Seite vorgestellt werden.

Vergangene Förderphasen

Die Projekte 2015 - 2017 stellen sich vor

Tiefenschärfe - Vielfalt im Fokus

Tiefenschärfe – Vielfalt im Fokus

„Tiefenschärfe“ ist ein Mannheimer Kurzfilmfestivalprojekt, das gemeinsam von der Jugendförderung des Jugendamtes Mannheim sowie vom Jugendkulturzentrum FORUM/Stadtjugendring Mannheim e.V. durchgeführt wird.

Im Rahmen des Festivals sind junge Filmemacherinnen und -macher dazu eingeladen darüber nachzudenken welche Bilder wir von Menschen im Kopf haben. Wie blickt die Gesellschaft darauf, welche Erwartungen und Vorurteile existieren und was sind eigentlich die wesentlichen Dinge, die wir scharfstellen und auf die wir unseren Fokus richten möchten.

Mit ihrer Filmidee können sich junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren bei uns bis zum 31. Oktober 2016 bewerben. Bei der Umsetzung, egal ob es um technische oder inhaltliche Fragen geht, erhalten sie kompetente Unterstützung durch erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; damit aus der ersten Idee ein großartiger Film für ein ganz großes Publikum bei unserem Kurzfilmfestival im Frühjahr 2017 wird.

Die Ausschreibung finden Sie hier

 

Alle Infos gibt es unter:www.facebook.com/kurzfilmfestivaltiefenschaerfe

Für Fragen erreicht ihr uns unter tiefenschaerfe@forum-mannheim.de

Gesicht zeigen! Demokratie I Freiheit I Menschenwürde

Gesicht zeigen! Demokratie | Freiheit | Menschenwürde

 

Die Netzwerkstelle für geflüchtete Menschen und das Jugendzentrum MOLKE veranstalten in Friedrichshafen Bildungsworkshops zum Syndrom der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit für Jugendgruppen (schulische und offene, außerschulische Jugendarbeit) sowie für zivilgesellschaftliche Gruppen (Kirchen, Vereine, Initiativen zur Unterstützung von geflüchteten Menschen, etc.).

Im Anschluss an die Teilnahme an einem Bildungsworkshop haben die Gruppen die Möglichkeit, an einem kommunalen aktivierenden Wettbewerb teilzunehmen. Dieser fördert vielfältige Projekte für junge Menschen zu den Inhalten des Projekttitels bzw. zu einer oder mehreren Facetten des Syndroms gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Die Mikro-Projekte, die aus diesem Wettbewerb hervorgehen, werden finanziell gefördert, zudem stehen den Gruppen Fachkräfte aus der Netzwerkstelle und dem Jugendzentrum begleitend und unterstützend zur Seite.

Das Projekt „Gesicht zeigen! Demokratie | Freiheit | Menschenwürde“ informiert über Intersektionalität und das Syndrom gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, aktiviert junge Menschen, sich für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde einzusetzen und vernetzt aktiv couragierte, engagierte Menschen in der lokalen Netzwerkstelle sowie im Jugendzentrum MOLKE.

 

Ansprechpartner für die Projektkoordination:

Thomas Köhler – Netzwerkstelle für geflüchtete Menschen (t.koehler@friedrichshafen.de)

Karoline von Dewitz – Jugendzentrum MOLKE (k.dewitz@friedrichshafen.de)

Gedenkstätten – kulturelle Lernorte für muslimische Migrantenselbstorganisationen

Gefördert von der LAGO und der Landeszentrale für politische Bildung BW

 Seit  Januar 2016 setzt der Stadtjugendring sein neustes, von der Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg (LAGO) und der Landeszentrale für politische Bildung BW gefördertes, SJR-Projekt „Gedenkstätten - kulturelle Lernorte für muslimische Jugendgruppen“ um.

 Anknüpfungspunkte für muslimische Jugendgruppen

 Gedenkstätten bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte um aktuelle gesellschafts-politische Fragen wie die der Flüchtlings- und Migrationsproblematik, kulturelle Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten, Ausgrenzung und Verfolgung zu thematisieren. Diese Möglichkeit der Auseinandersetzung in Gedenkstätten, möchten wir mit muslimisch geprägten Migrantenselbstorganisationen stärker wahrnehmen.

 Durch unser Projekt erhoffen wir uns, dass muslimische Jugendgruppen Gedenkstätten als (Lern)Ort für sich entdecken.

 Bei einem ersten Austauschtreffen mit Vertretern von muslimischen Jugendverbänden haben wir vereinbart, dass die Gedenkstättenbesuche am Samstag, 08.10.2016 und Samstag 24.10.2016 stattfinden werden.

 Neue Netzwerke  für Gedenkstätten in der Region Stuttgart

 Mit unserem Projekt sehen wir uns als Brückenbauer für Gedenkstätten in der Region Stuttgart, die Kontakt zu muslimischen Jugendgruppen knüpfen und ausbauen möchten.

 Ansprechpartner beim SJR Stuttgart

 Alexander Schell, alexander.schell@sjr-stuttgart.de oder 0711/ 23726-31

 Jörg Sander, joerg.sander@sjr-stuttgart.de oder 0711/ 23726-32

 

Weitere Infos hier

 

"30. Treffen. 30. Protokolle"

Kinder und Jugendliche aus Karlsruhe treffen junge Geflüchtete.

Das Jugendzentrum NCO- Club des Stadtjugendausschusses und Werkraum Karlsruhe e.V. veranstalten Theater- und Filmworkshops, Parkour Trainings und Exkursionen in den umliegenden Sozialraum.
Beim gemeinsamen künstlerischen Arbeiten setzen sich die jungen Teilnehmer für mehr Toleranz und den Abbau von gruppenspezifischer Menschenfeindlichkeit ein.

Kontakte zur Bevölkerung und den Vereinen werden gesucht um Partner im Stadtteil für die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit zu finden. Aktive Träger und Einzelpersonen vor Ort vernetzen sich.

Über die gesammelten Eindrücke führen die Künstler, Sozialarbeiter, Betreuer und Jugendlichen Protokoll. Am Ende des Projektes werden die gewonnenen Erfahrungen, Texte und Szenen bei einer künstlerischen Aktion in der Stadt aufgeführt.

"T.A.L.K. - respects connects"

T.A.L.K. ist ein Reutlinger Jugendantidiskriminierungsprojekt und startete im Herbst 2015 ins dritte Jahr. T.A.L.K. ist die Abkürzung für „Tanz/Musik und Aktion im Landkreis Reutlingen“. Sie steht für das Wort „Ergreifen“. T.A.L.K. möchte Jugendliche darin bestärken, sich von Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen nicht unterkriegen zu lassen, ihre eigenen Potenziale zu entfalten und sich miteinander zu empowern.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Vorrangig ist es für Jugendliche konzipiert, die in der Gesellschaft eine Form von Ausgrenzung erfahren: zum Beispiel durch einen zugeschriebenen oder tatsächlichen Migrationshintergrund, aufgrund ihrer Hautfarbe, einer Behinderung, ihres sozialen Status, ihrer Bildungsmarginalisierung oder ähnlichem. Aber auch Jugendliche, die nicht negativ von Diskriminierung betroffen sind oder dies nicht so empfinden, können an dem Projekt teilnehmen.

In künstlerischen Workshop werden den Jugendlichen Angebote gemacht, in denen sie die Themen, die sie beschäftigen, aufgreifen und künstlerisch durch unterschiedliche Formen ausdrücken können. Am Schuljahresende präsentieren die Jugendlichen die selbst erarbeitete Inszenierung auf der großen Bühne des Kulturzentrum franz.K.

Die Jugendlichen werden bei der Erarbeitung der Inszenierung durch künstlerische Fachkräfte begleitet, unterstützt und angeleitet. Darüber hinaus stehen den Jugendlichen während des kreativen Prozesses zusätzlich Mentor_innen zur Seite, die den Jugendlichen auch über die Workshops hinaus Möglichkeiten zur Diskussion und Reflexion geben.

Im Schuljahr 15/16 bieten wir folgende wöchentliche Workshops an: Rap, HipHop-Tanz und Foto/Video.

Das Projekt wird organisiert und durchgeführt vom soziokulturellen Zentrum franz.K, dem Fachdienst Jugend Bildung Migration der BruderhausDiakonie und dem Netzwerk Antidiskriminierung e.V.

Ansprechpartnerinnen für die Projektkoordination:

Maria Kechaja: maria.kechaja@nw-ad.de

Marjam Kashefipour: marjam.kashefipour@fjbm-bruderhausdiakonie.de

"Biographie - Arbeit für und mit Flüchtlingen"

Seit Januar 2015 haben ca. mehr als 250.000 Afrikaner_innen den gefährlichen Schritt
gewagt über das Mittelmeer nach Europa beziehungsweise nach Deutschland zu gelangen.
Schätzungsweise sind dabei 2.400 von Ihnen im Mittelmeer tödlich verunglückt. Die Kriege
in afrikanischen Ländern sowie die prekären Lebensbedingungen treiben die afrikanischen
jungen Menschen zur Auswanderung. Die afrikanischen Flüchtlinge brauchen eine
Anlaufstelle, in der sie sich verstanden fühlen, wo Ihnen bei Ihren Nöten und Sorgen geholfen
werden kann. Sie brauchen Menschen, denen sie vertrauen können, an die sie sich
unbürokratisch wenden können, wenn sie Beistand und Begleitung benötigen. Mit unserem
Projekt unterstützen wir die afrikanische Flüchtlinge, ihre Vergangenheit und ihr Trauma
zu bearbeiten und zu verarbeiten. Wir wollen Ihr Ankommen vereinfachen, indem wir Ihnen
einzeln Unterricht und Gruppenarbeit anbieten, Informationen und Wissen zur neuen Heimat
vermitteln und Kontakt zu den Landsleuten und den Einheimischen ermöglichen.

Sie haben Fragen und benötigen Unterstützung zur Orientierung in Ihrem neuen Umfeld?
Dann besuchen Sie uns in unserem Büro!

Sompon Socialservice e.V.

"Heidelberger Muslime - selbstverständlich mitverantwortlich"

Das Projekt „Heidelberger Muslime: selbstverständlich mitverantwortlich, GMF–muslimische Positionen“ ist in Heidelberg im Rhein-Neckar-Kreis verortet.

Hauptgedanke des Projektes ist die dringende Gegebenheit, polarisierende Themen und demokratiegefährdende Einstellungen auch in der muslimischen Community offensiv zur Sprache zu bringen.

Daher gilt es, die Themen Antisemitismus, Homophobie und Sexismus in der muslimischen Community niedrigschwellig aus dem Blickwinkel der Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung als Abwertung von Menschen systematisch zu problematisieren.

Angeregt werden soll eine Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Ideologien unter muslimischen Jugendlichen.

Weiterhin werden im Rahmen des Projektes Heidelberger Bürgerinnen und Bürger am Beispiel von Muslimfeindlichkeit zu einem gesteigerten Bewusstsein für den Komplex GMF gelangen.

Teilseiend

Förderphase 2013-2014

                    

Geförderte Projekte 2013 - 2014

Diakonisches Werk Breisgau-Hochschwarzwald
"Miteinander" soll Demokratieförderung und Prävention gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit  im Kindergarten schaffen. Zielgruppe sind 100 Vorschüler in 3 Kindergärten, deren Eltern und die Erzieherinnenteams in den Einrichtungen.

Ev. Diakonieverband Calw - Fachberatung Migration
"Verschiedene Herkunft - gemeinsame Zukunft" ist ein Projekt im ländlich-kleinstädtischen Nagold gegen Fremdenfeindlichkeit, Alltagsrassismus und Etabliertenvorrechte.

BruderhausDiakonie Stiftung Gustav Werner und Haus am Berg
Fachdienst Jugend Bildung Migration
"Blickwinkel" Ein Theaterprojekt zur Förderung des Dialogs zwischen Jugendlichen und den lokalen Sicherheitsbehörden. Daneben gibt es eine Kooperation mit dem Brückenhaus Kirchheim und der Beratungsstelel für Geflüchtete "Chai" in Kirchheim.

Stiftung Jugendhilfe aktiv
Theodor-Rothschild-Haus für Jugendhilfe Esslingen
"Laubhüttengarten" ist ein Projekt mit Jugendlichen gegen Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung heute, das konkret an der Geschichte des Theodor-Rothschild-Hauses, ehemaliges "Israelitisches Waisenheim" bis 1939, ansetzt. Wo 1938 das Novemberpogrom stattfand, soll der Laubhüttengarten als Ort der Vielfalt und Toleranz errichtet werden.

Bündnis "Heilbronn sagt nein" c/o DGB Nordwürttemberg
Unterstützung der Vernetzung zwischen dem Bündnis Heilbronn sagt nein! und Schulen sowie der Polizei vor Ort: Der Dokumentarfilm über die Rechtsextreme Musikszene Film "Blut muss fließen" wird am 24. und 25.10.2013 für Schüler, Lehrer und Mitarbeiter aus der Jugendarbeit sowie für die Öffentlichkeit in mehreren Vorstellungen gezeigt. Ziel des Projekts ist es,  die Schulen an das Thema und die Arbeit des Bündnisses heranzuführen, Kontakte mit der Polizei knüpfen und das Bündnis langfristig zu stärken.

Türkische Gemeinde Baden-Württemberg
"Aktionen für Vielfalt und Toleranz" für junge Erwachsenen, die Diskriminierungserfahrungen gemacht haben, für die Öffentlichkeit sowie Multiplikatoren. Themen sind Antidiskriminierung, Antirassismus, Diversity.

Sompon Social Service Esslingen
"Fit für eine Welt" sind Veranstaltungen für Junge afrikanische Menschen, "weiße- und schwarze-Deutsche", Stärkung von Betroffenen von Diskriminierung und Sensibilisierung für Rassismus.