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Offene Kinder- und Jugendarbeit wird von unterschiedlichen Einrichtungen angeboten, von Jugendhäusern bis zu Aktivspielplätzen. Im Mittelpunkt steht der „offene Betrieb“. Hier können die Kinder und Jugendlichen sich aufhalten, solange sie wollen, spielen, oder sich unterhalten. Das Spektrum der zusätzlich gemachten Angebote reicht von Turinieren über Computerworkshops bis hin zu Freizeiten. Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind die Kommunen oder aber Vereine. Diese Form der Kinder- und Jugendarbeit gibt es seit mehr als hundert Jahren, wobei in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine enorme Expansion eingesetzt hat. Ihre Entwicklung ist seit jeher von widersprüchlichen Interessen geprägt. Auf der einen Seite wird erwartet, dass die offene Kinder- und Jugendarbeit sich überwiegend um Kinder und Jugendliche kümmert, die als „gefährdet“ gelten. Offene Kinder- und Jugendarbeit wird dabei in die Nähe der Jugendsozialarbeit gerückt. Auf der anderen Seite steht der pädagogische Selbstanspruch, wonach die offene Kinder- und Jugendarbeit grundsätzlich für alle Kinder und Jugendlichen eines Gemeinwesens „offen“ ist. Sinn und Zweck der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist es danach, Kindern und Jugendlichen einen Freiraum zu bieten, einen anregenden, aber selbstbestimmten Entwicklungsraum, in dem vor allem auch Prozesse der Persönlichkeitsbildung möglich sind und unterstützt werden.
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